Als wenn die Corona-Pandemie noch nicht genug wäre

Durch die Regelungen der Bundes- und Landesregierung haben viele Arbeitgeber ihre Angestellten in Kurzarbeit geschickt. Dadurch werden, zu allen anderen eh schon steuerpflichtigen Bürgern, alle Kurzarbeitergeldempfänger verpflichtet eine Steuererklärung für das Jahr 2020 ab zu geben. Da die Pandemie-Regelungen auch in das Jahr 2021 hinein reichen, wird auch eine Steuererklärung für das Jahr 2021 fällig werden.

Die Finanzämter wissen wer Kurzarbeitergeld erhalten hat. Dadurch werden die Kurzarbeitergeldempfänger auf jeden Fall zur Abgabe einer Steuererklärung aufgefordert werden. Vielleicht nicht direkt im laufenden Jahr 2021 aber innerhalb von 10 Jahren ganz bestimmt. Denn die Finanzämter dürfen 10 Jahre rückwirkend eine Steuererklärung einfordern.

Sollte es so sein, dass Jahre später, nach der eigentlichen Abgabefrist, dein Finanzamt eine Steuererklärung von dir einfordert, kann es teuer werden. Denn dein Finanzamt wird einen Verspätungszuschlag in Höhe von 25 Euro je verspätetem Monat erheben. Das sind 300 Euro pro Jahr, über die sich mit dem Finanzamt nicht mehr reden lassen und die man sich definitiv sparen kann. Den hier hilft es nicht den Kopf in den Sand zu stecken und zu warten und zu hoffen, dass einen das Finanzamt vergisst.

Außerdem kommt dann noch hinzu, dass Kurzarbeitergeld, wie andere Lohnersatzleistungen (z.B. Elterngeld, Krankengeld, Arbeitslosengeld usw.) unter Progressionsvorbehalt in die Steuerberechnungen einfließen und es dadurch zu einer Nachzahlung kommen kann. Das bedeutet, dass dein Finanzamt Geld von dir haben möchte.

Somit kommen bei verspäteter Abgabe der Steuererklärung, neben dem Verspätungszuschlag, auch noch Zinsen auf den von deinem Finanzamt nachgeforderten Betrag.

Unser Tip dazu:

Hol dir Hilfe dazu. Auch wenn du der Meinung bist, dass das Finanzamt nichts von dir will. Wir können hier aus Erfahrung sprechen, es lohnt sich, prüfen zu lassen ob man Steuerpflichtig ist oder nicht und vor allem wenn nicht, ob es trotzdem etwas vom Finanzamt zurück geben könnte.

Dein 1000 Hände e.V. Team

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